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Vom Büro in den Salon: Debby im Interview

Nicht jeder Weg verläuft geradlinig – und manchmal sind es gerade die Umwege, die ans richtige Ziel führen. Debby ist 27-jährig und hat sich entschieden, eine Ausbildung als Coiffeuse anzugehen. Seit März ist sie als Praktikantin Teil unseres Teams und wird im August ihre Lehre als Coiffeuse EFZ bei Kopfstand beginnen. Wir haben uns mit ihr zusammengesetzt und gefragt: Warum dieser Schritt? Was treibt sie an? Und wie fühlen sich die ersten Wochen im Salon an?

Debby, du bist 27 und startest nochmal ganz von vorne mit einer Lehre. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?
Mein Traum war immer, ein kreativer Beruf auszuführen. Ich habe nach dem Gymi den künstlerischen Vorkurs gemacht und danach ein Studium an der Kunsthochschule gestartet. Während dem Studium habe ich schnell gemerkt, dass es nicht passt. Ich wusste, ich muss mich neu orientieren.

Was hast du vorher beruflich gemacht – und gab es einen bestimmten Moment, in dem du wusstest: Ich will Coiffeuse werden?
Ich habe Jahrelang im Büro gearbeitet. Mit der Zeit musste ich feststellen, dass das nichts für mich ist. Auch gesundheitlich war die Arbeit am Bildschirm nicht gut für mich… Dieser Job war eigentlich nie mein Plan. Ich hatte einen sogenannten „Büroausrutscher“ und bin nur geblieben, weil mir der Arbeitsort und Kolleg*innen gefielen. Für die Neuorientierung habe ich mich im BIZ persönlich beraten lassen und einen Interessentest gemacht. Da kamen einige potentielle Berufe zum Vorschein, unter anderem auch Coiffeuse. Nach einer tollen Schnuppererfahrung im Salon wurde mir bewusst, wie sehr dieser Beruf zu mir passt!

Wie haben dein Umfeld und deine Familie reagiert, als du gesagt hast, du machst nochmal eine Lehre?
„Ou ja, das macht mega Sinn!“, „Ah voll, das passt mega zu dir!“, „Oha das isch ja mega cool!“. Das waren einige Reaktionen aus meinem Umfeld. Ich hatte ohne Ausnahme von Anfang an die volle Unterstützung meiner Liebsten. Dafür bin ich sehr dankbar, denn es brauchte Überwindung um mit 27 Jahren eine neue Lehre zu beginnen.

Du bist seit März als Praktikantin bei Kopfstand. Was hat dich in den ersten Wochen am meisten überrascht?
Ich war vorher seit einigen Jahren Kundin im Kopfstand. Plötzlich hatte ich Einblick ins „Backstage“. Das ist ein spannendes Gefühl. Es ist erstaunlich, wieviel Arbeit im Hintergrund passiert.

Was macht dir am Coiffeur-Handwerk am meisten Freude?
Der schönste Moment ist für mich, wenn ein*e Kund*in super zufrieden ist mit der neuen Frisur. Das merkt man auch, wenn sie sich beim Rausgehen noch kurz im Spiegel abchecken… Ich freue mich, meiner künftiger Kundschaft dieses Gefühl schenken zu können.

Wenn du dir vorstellst, wo du in drei Jahren stehst: Was siehst du?
Wenn alles nach Plan läuft, bin ich in drei Jahren am selben Punkt wie Soheila und Leandra – kurz vor den Abschlussprüfungen. Hoffentlich bin ich dann gut vorbereitet, damit ich souverän die Prüfungen bestehe! 🙂 Ich denke jedoch, dass etwas gleich bleiben wird wie jetzt. Nämlich die Vorfreude, endlich als ausgebildete Coiffeuse tätig zu sein.

Was machst du, wenn du gerade nicht im Salon stehst? Wie sieht ein perfekter freier Tag bei dir aus?
Am liebsten werde ich von den warmen Sonnenstrahlen geweckt. Dann mache ich mir ein feines Cappuccino und z‘mörgele auf dem Balkon mit meiner Katze auf dem Schoss. Gefolgt von einem Spaziergang mit dem Hund der Aare entlang. Den Nachmittag würde ich dann mit Basteln, Malen oder Backen verbringen. Und am Abend vor dem Abendessen noch kurz einen Abstecher in den Garten machen, um die Gurken zu giessen! Zum Abschluss von diesem perfekten Tag darf eine enstpannende Gesichtspflege nicht fehlen…

Wir freuen uns, Debby auf ihrem Weg zu begleiten – von der Praktikantin zur ausgebildeten Coiffeuse. Wenn du sie kennenlernen möchtest, schau bei uns im Salon vorbei. Und wer weiss: Vielleicht sitzt du ja bald bei ihr im Stuhl.